Herzlich willkommen!

"Wo die Gefahr ist, ist das Rettende auch" (Friedrich Hölderlin)

so langsam begreifen wir, was da an Herausforderungen auf uns zukommen mit dem Klimawandel und der Digitalisierung. "Die Natur verhandelt nicht", heißt es. Sie wird uns weiter einheizen, bis es für uns Menschen unerträglich wird auf der Erde. Wir haben uns die Natur so erfolgreich untertan gemacht, erforscht und genutzt, wie kein anderes Lebewesen auf der Erde. Und jetzt wird sie rebellisch! Und alles, was uns so überlegen gemacht hat, Fortschritt und materiellen Wohlstand gebracht hat, soll nun falsch gewesen sein? Und wir sollen uns dem anpassen, ohne dabei gefragt zu werden? Das muss uns ja Pickel machen.

Kein Wunder, dass viele Menschen zwar die Erkenntnisse der Naturwissenschaften über alles schätzen, aber nicht die Ergebnisse der Klimaforscher. Diese passen uns absolut nicht in den Kram, ja sie kränken uns dermaßen, dass vor allem die erfolgreichen Menschen, die Verantwortungsträger in unseren "Eliten" diese fatale Botschaft ignorieren und deren Boten denunzieren. Zugleich scheint uns die Künstliche Intelligenz überlegen zu sein und uns damit überflüssig zu machen, wenn sie schon die besten Schach- und Go-Spieler düpiert. 

Auf uns und unsere "Besten" wartet noch eine weitere Kränkung: Was wir brauchen, um mit den beiden globalen Herausforderungen umzugehen, sind vor allem Courage, um hinschauen zu können was ist und um die eingetretenen Wege zu verlassen, Empathie mit der Mitwelt und Kreativität. Doch diese Kompetenzen lassen weder mit Macht noch Geld erzwingen! Damit sind die Kompetenzen, die wir nötiger als je zuvor brauchen, gewissermaßen unverfügbar und lassen ein fatales Dilemma entstehen.

Die gute Botschaft und "das Rettende" ist, dass wir mehr Potentiale in uns tragen, als wir bisher geglaubt haben und dass wir gemeinsam kreativer, mitfühlender und couragierter werden, also über uns hinauswachsen können!

Und die beste Botschaft ist, dass wir Menschen als "geborene Entdecker und Gestalter" (so der Hirnforscher G. Hüther) das eigentlich auch wollen. Wir wollen unsere Potentiale zu entfalten! Unsere Ko-Kreativität, unser WeQ (Wir-Intelligenz) sind der Humus, auf dem die Lösungen wachsen können für eine gute gemeinsame Zukunft. Und bereits der Weg dorthin wird uns aufblühen lassen!

Fühlen Sie sich eingeladen. Wir brauchen Sie!

 

Nachtrag: Wir leben in einem historischen Epochenbruch, schreibt der politische Chefredakteur der ZEIT, Bernd Ullrich. Für ihn gehen 500 Jahre europäische und 100 Jahre westlich-amerikanische Dominanz in der Welt zuende. Die Chinesen schicken uns unseren Müll zurück und Flüchtlinge kommen z.B. aus Westafrika, wo sie keine Arbeit mehr haben, weil die EU ihre Fischgründe gekauft hat.

Trotz all unserer Anstrengungen mit immer mehr Reformen und Reparaturen, Vorschriften und Kontrollen gibt es Notstände von der Pflege über Bildung und Gesundheitswesen bis zu maroden Brücken und Straßen. Und wir spüren grundlegend, dass es eigentlich nicht ewig so weitergehen kann mit dem Wirtschaftswachstum, mit dem „höher, schneller, weiter und immer mehr“, doch eine Alternative dazu können wir uns nicht vorstellen.

"Es muss doch weitergehen" sagen wir, schließen die Augen und Ohren und halten weiter tapfer durch. Und die bislang bewährte Politik der kleinen Schritte und mit Augenmaß findet nur noch kurzfristige Lösungen. So geht z.B. der Klimawandel ungebremst weiter, so dass der kürzlich verstorbene Astrophysiker Stephen Hawking der Menschheit nur noch 50 Jahre gibt, weil dann die Erde kaum mehr bewohnbar geworden ist.

 Schon Goethe wusste: „Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage“. Auch Handwerker sagen: „nach fest kommt ab“. Jede Schraube kann man überdrehen und jedes Prinzip übertreiben. Wir leben offenbar in einer Zeit, wo die Dinge kippen können und unsere Art zu Wirtschaften und zu Leben zunehmend fatale Nebenfolgen hat. Doch genauer darüber nachzudenken nervt uns irgendwie. 

 

In der Wissenschaft wird nur ein Promille des Geldes verwendet, über mögliche Alternativen zu forschen. Und in den Medien wird Stimmung gemacht gegen das Unbehagen in uns: Die „Lage ist besser als die Stimmung“ lesen wir und „paradoxe Unzufriedenheit“ (meint Unzufriedenheit ohne Grund). Ist also nicht wahr, was wir spüren? Sind wir einfach nur verwöhnt und undankbar?

 

Die ehemalige WDR-Moderatorin Carmen Thomas zitiert in ihrem Buch "Hallo Ü-Wagen" einen BBC-Direktor mit den Worten: „Wir überschätzen das Wissen unseres Publikums, aber unterschätzen seine Urteilskraft“.  Offenbar haben wir oft den richtigen Riecher, auch wenn wir es nicht immer so gewählt ausdrücken können. Wir dürfen also unserem Unbehagen trauen, egal was Medien, Politik und Wirtschaft sagen! Auch wenn wir noch keine Antworten haben können: die existentiellen Fragen müssen wir uns stellen! Denn sonst werden wir keine Antworten finden...

 

Ich möchte Sie einladen, auch sich selbst zur Orientierung die Grundsatzfragen zu stellen: Wer wollen Sie wirklich sein? Was brauchen Sie wirklich? Und wie möchten Sie, dass wir miteinander umgehen? 

Sie haben den Spürsinn, dass für Sie Richtige zu finden, wenn Sie sich die Zeit dafür nehmen und den Mut haben, diese Fragen auf sich wirken zu lassen. Unsere Stadt Hamm möchte ich zu einem Ort der Potentialentfaltung machen - schreibend, redend, coachend. 

 

Gutes Gelingen!

 

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